
Höchstkrankengeld 2026: Brutto, Netto & Berechnung
Wie hoch ist das Höchstkrankengeld 2026?
Das rechnerische Höchstkrankengeld 2026 liegt bei ca. 135,63 Euro brutto pro Kalendertag. Nach den üblichen Arbeitnehmeranteilen zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bleiben ohne Kinderlosenzuschlag grob ca. 118,81 Euro netto pro Tag.
Der Wert gilt nur, wenn das beitragspflichtige Arbeitsentgelt die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung erreicht oder überschreitet. Wer darunter verdient, erhält weniger; maßgeblich ist dann die konkrete Berechnung aus Brutto- und Nettoarbeitsentgelt.
Für Ihre eigene Lücke nach Ende der Entgeltfortzahlung nutzen Sie den Krankengeld-Rechner. Die Phasen und Fristen finden Sie zusätzlich in der Krankengeld-Tabelle 2026.
Berechnung des Höchstkrankengeldes
Nach § 47 SGB V beträgt Krankengeld grundsätzlich 70 % des regelmäßigen Arbeitsentgelts, darf aber 90 % des Nettoarbeitsentgelts nicht überschreiten. Außerdem wird das Regelentgelt nur bis zur kalendertäglichen Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt.
| Schritt | Wert 2026 | Rechnung |
|---|---|---|
| KV-Beitragsbemessungsgrenze | 5.812,50 €/Monat | 69.750 €/Jahr ÷ 12 |
| Kalendertägliches Regelentgelt | 193,75 €/Tag | 5.812,50 € ÷ 30 |
| 70-%-Grenze | 135,63 €/Tag brutto | 193,75 € × 70 % |
| Netto nach Standardabzügen | ca. 118,81 €/Tag | 135,63 € − 12,4 % |
| Netto mit Kinderlosenzuschlag | ca. 118,00 €/Tag | 135,63 € − 13,0 % |
Die Netto-Werte sind Näherungen, weil die tatsächliche Auszahlung von Ihrem Versicherungsstatus und der konkreten Abrechnung abhängen kann. Die Brutto-Obergrenze von ca. 135,63 Euro pro Tag ergibt sich direkt aus der 2026 geltenden Beitragsbemessungsgrenze.
Wann greift der Höchstsatz?
Der Höchstsatz greift, wenn das relevante monatliche Arbeitsentgelt mindestens auf Höhe der KV-Beitragsbemessungsgrenze liegt. Für 2026 sind das 5.812,50 Euro pro Monat. Einkommen oberhalb dieser Grenze erhöht das gesetzliche Krankengeld nicht weiter.
| Monatsbrutto | 70 % Brutto pro Monat | Höchstgrenze erreicht? | Orientierung |
|---|---|---|---|
| 3.000 € | 2.100 € | Nein | Individuelle Netto-Grenze prüfen |
| 4.500 € | 3.150 € | Nein | 90-%-Netto-Grenze kann niedriger sein |
| 5.812,50 € | 4.068,75 € | Ja | ca. 135,63 €/Tag brutto |
| 7.000 € | gedeckelt | Ja | kein höheres gesetzliches Krankengeld |
In der Praxis ist deshalb nicht nur das Bruttogehalt wichtig. Bei vielen Beschäftigten begrenzt die 90-%-Netto-Regel das Krankengeld bereits, bevor der rechnerische Höchstsatz erreicht wird.
Was passiert nach sechs Wochen Krankheit?
In den ersten sechs Wochen einer Arbeitsunfähigkeit zahlt in der Regel der Arbeitgeber Entgeltfortzahlung. Erst danach beginnt das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse. Der Rechner auf dieser Website stellt diesen Übergang ab Tag 43 separat dar.
Das Höchstkrankengeld ist deshalb vor allem für längere Erkrankungen relevant: Die monatliche Netto-Lücke kann selbst bei hohen Einkommen deutlich ausfallen, weil das gesetzliche Krankengeld gedeckelt ist und Sozialversicherungsanteile abgezogen werden.
Für die vollständigen Regeln zu 6 Wochen, 78 Wochen, Aussteuerung, Progressionsvorbehalt und Selbstständigen lesen Sie den Krankengeld-Komplett-Guide.
Höchstkrankengeld und 78-Wochen-Grenze
Nach § 48 SGB V ist Krankengeld wegen derselben Krankheit grundsätzlich auf längstens 78 Wochen innerhalb von je drei Jahren begrenzt. Diese Grenze betrifft auch Personen, die den Höchstsatz erhalten.
Wichtig ist die Trennung zwischen Höhe und Dauer: Das Höchstkrankengeld beschreibt nur die maximale kalendertägliche Zahlung. Es verlängert nicht die Bezugsdauer und ersetzt keine individuelle Prüfung durch Krankenkasse, Arbeitgeber oder Sozialberatung.
Quellen & Referenzen
- Bundesministerium für Gesundheit: Beitragsbemessungsgrenze 2026 in der gesetzlichen Krankenversicherung
- Bundesregierung: Rechengrößen in der Sozialversicherung 2026
- SGB V § 47: Höhe und Berechnung des Krankengeldes
- SGB V § 48: Dauer des Krankengeldes
- Entgeltfortzahlungsgesetz § 3: Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist das Höchstkrankengeld 2026 brutto?
Ca. 135,63 Euro pro Kalendertag. Grundlage ist die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung von 5.812,50 Euro pro Monat. 5.812,50 Euro ÷ 30 × 70 % ergibt rund 135,63 Euro.
Wie hoch ist das Höchstkrankengeld 2026 netto?
Ohne Kinderlosenzuschlag grob ca. 118,81 Euro pro Tag. Das ergibt sich aus 135,63 Euro brutto minus etwa 12,4 % Arbeitnehmeranteile zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Bei Kinderlosen über 23 Jahren kann der Abzug höher sein.
Bekomme ich bei 7.000 Euro brutto mehr Krankengeld als bei 5.812,50 Euro?
Nein, nicht im gesetzlichen Krankengeld. Das Regelentgelt wird nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze berücksichtigt. Einkommen oberhalb der Grenze erhöht das gesetzliche Höchstkrankengeld nicht.
Ist Höchstkrankengeld dasselbe wie 90 % vom Netto?
Nein. Die 70-%-Brutto-Regel, die 90-%-Netto-Grenze und die Beitragsbemessungsgrenze wirken zusammen. Es gilt der begrenzte Betrag nach diesen Regeln; bei vielen Gehältern ist die 90-%-Netto-Grenze niedriger als die 70-%-Brutto-Rechnung.
Wie lange bekommt man Höchstkrankengeld?
Die Dauer richtet sich nach den allgemeinen Krankengeldregeln. Wegen derselben Krankheit ist Krankengeld grundsätzlich auf längstens 78 Wochen innerhalb von je drei Jahren begrenzt.