BMI Tabelle nach Alter und Geschlecht 2026

BMI Tabelle nach Alter und Geschlecht 2026

01.07.20268 Min. LesezeitAktualisiert: 01.07.2026

Welche BMI-Tabelle gilt nach Alter und Geschlecht?

Für Erwachsene ab 18 Jahren gelten die WHO-BMI-Grenzen grundsätzlich unabhängig von Geschlecht und Alter: Unter 18,5 gilt als Untergewicht, 18,5-24,9 als Normalgewicht, ab 25 als Übergewicht und ab 30 als Adipositas.

Trotzdem suchen viele Menschen nach BMI-Tabellen für Frauen, Männer und Altersgruppen. Der Grund ist berechtigt: Muskelmasse, Körperfettanteil und gesundheitliche Reserven verändern sich über das Leben. Der BMI bleibt aber nur ein Screeningwert, keine Diagnose.

Für eine direkte Auswertung nutzen Sie den BMI & Gesundheitsrisiko-Check. Die kompakte Klassifikation steht in der BMI-Tabelle.

BMI-Tabelle für Erwachsene ab 18 Jahren

Diese WHO-Kategorien sind die Standard-Einordnung für erwachsene Frauen und Männer:

KategorieBMIEinordnung
Untergewichtunter 18,5ärztlich abklären, wenn unbeabsichtigt oder anhaltend
Normalgewicht18,5-24,9statistisch günstiger Bereich
Übergewicht25,0-29,9Risiko hängt stark von Bauchumfang und Begleiterkrankungen ab
Adipositas Grad I30,0-34,9medizinische Beratung sinnvoll
Adipositas Grad II35,0-39,9deutlich erhöhtes Risiko, ärztliche Begleitung wichtig
Adipositas Grad IIIab 40,0hohes Risiko, strukturierte Behandlung prüfen

Die Tabelle gilt für Erwachsene. Bei 18- oder 19-jährigen Personen ist der Übergang von Jugend-Perzentilen zur Erwachsenenklassifikation wichtig; bei Unsicherheit sollte die Einordnung medizinisch erfolgen.

BMI bei Frauen und Männern

Die WHO-Grenzwerte sind für Frauen und Männer gleich. Ein BMI von 24 bedeutet also formal dieselbe Kategorie, unabhängig vom Geschlecht.

Der Körperfettanteil kann bei gleichem BMI jedoch unterschiedlich sein. Frauen haben durchschnittlich einen höheren Körperfettanteil, Männer häufig mehr Muskelmasse. Deshalb sollte der BMI nicht allein über Gesundheit, Fitness oder Versicherungsrisiko entscheiden.

FragePraktische Einordnung
BMI-Tabelle Männer nach AlterWHO-Grenzen nutzen, Muskelmasse und Bauchumfang mitbewerten
BMI-Tabelle Frauen nach AlterWHO-Grenzen nutzen, Körperfettverteilung und Lebensphase beachten
Sportlich mit hohem BMITaillenumfang, Körperfett und Blutwerte sind oft aussagekräftiger
Normaler BMI mit BauchfettRisiko kann trotz Normalgewicht erhöht sein

BMI nach Alter: junge Erwachsene bis Senioren

Mit zunehmendem Alter verändern sich Muskelmasse, Flüssigkeitshaushalt und Krankheitsreserven. Deshalb wird ein sehr niedriger BMI im Alter oft kritischer gesehen als bei jüngeren Erwachsenen.

AlterOrientierungWichtig
18-24 JahreWHO-Grenzen als Basisbei 18/19 Jahren Entwicklung und Verlauf beachten
25-64 JahreWHO-Grenzen als StandardBauchumfang und Risikofaktoren ergänzen
ab 65 Jahrenleicht höherer Bereich kann unproblematisch seinUntergewicht, Muskelverlust und unbeabsichtigter Gewichtsverlust ernst nehmen

Bei Senioren ist nicht nur das Gewicht relevant, sondern auch Muskelkraft, Sturzrisiko, Ernährung, chronische Erkrankungen und unbeabsichtigter Gewichtsverlust.

Kinder und Jugendliche: keine Erwachsenen-Tabelle

Für Kinder und Jugendliche gelten keine festen Erwachsenen-Grenzwerte. Der BMI wird anhand von alters- und geschlechtsspezifischen Perzentilen eingeordnet, weil Wachstum, Pubertät und Körperzusammensetzung stark variieren.

Deshalb sollte eine Suche wie BMI 18 w oder BMI 19 w vorsichtig interpretiert werden: Bei 18 Jahren kann bereits die Erwachsenenklassifikation passen, bei Jugendlichen darunter sind Perzentilen und ärztliche Einordnung wichtiger.

Bei Minderjährigen sind Kinderarzt, Jugenduntersuchungen und Perzentilkurven die richtige Grundlage. Diese Seite ersetzt keine medizinische Diagnose.

Was zusätzlich zum BMI zählt

Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel- und Fettmasse. Er sagt auch nicht, wo Fett gespeichert ist. Besonders Bauchfett ist für das Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Risiko relevant.

  • Taillenumfang: ergänzt den BMI, besonders bei Bauchfett.
  • WHtR: Verhältnis von Taille zu Körpergröße.
  • Blutwerte und Blutdruck: zeigen Risiken, die der BMI nicht sieht.
  • Verlauf: unbeabsichtigte Gewichtsabnahme oder schnelle Zunahme ernst nehmen.
  • Lebenssituation: Alter, Schwangerschaft, Erkrankungen und Sport beeinflussen die Einordnung.

Mehr zu Gesundheitsrisiken finden Sie im Ratgeber Übergewicht und Gesundheitsrisiken.

Quellen & Referenzen

  • WHO: BMI-Klassifikation für Erwachsene
  • WHO: Obesity and overweight - Definition für Erwachsene
  • Robert Koch-Institut: KiGGS-Referenzwerte für Kinder und Jugendliche
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft: Leitlinie Adipositas
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ernährung im Alter und Gewichtsbeurteilung

Häufig gestellte Fragen