BMI & Gesundheitsrisiko-Check

Berechnen Sie Ihren BMI und erhalten Sie eine umfassende Gesundheitsrisiko-Bewertung mit Idealgewicht und personalisierten Empfehlungen.

Häufig gestellte Fragen

Grenzen des BMI — und bessere Alternativen

Der BMI wurde 1832 vom belgischen Statistiker Adolphe Quetelet entwickelt und ist bis heute der am häufigsten verwendete Indikator für die Gewichtsklassifikation. Allerdings hat der BMI erhebliche Grenzen:

  • Er unterscheidet nicht zwischen Muskelmasse und Fettgewebe. Ein trainierter Sportler kann einen BMI über 25 haben, obwohl der Körperfettanteil niedrig ist.
  • Er berücksichtigt nicht die Fettverteilung. Viszerales Bauchfett (um die Organe) ist gesundheitlich deutlich gefährlicher als subkutanes Fett an Hüften und Oberschenkeln.
  • Alter und Geschlecht werden von der WHO-Standardklassifikation nicht differenziert (für Erwachsene).

Waist-to-Height Ratio (WHtR): Ein besserer Indikator ist das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergröße. Ein WHtR unter 0,5 gilt als gesund, über 0,6 als riskant. Deshalb bieten wir in diesem Rechner die optionale WHtR-Analyse an.

BMI-Klassifikation nach WHO (Stand 2026)

Die WHO-Grenzwerte gelten unverändert seit der letzten Aktualisierung (2000/2024). Bei Kindern und Jugendlichen werden alters- und geschlechtsspezifische Perzentilen verwendet.

KategorieBMI (kg/m²)Gesundheitsrisiko
Starkes Untergewicht< 16,0Erheblich erhöht
Mäßiges Untergewicht16,0–16,9Erhöht
Leichtes Untergewicht17,0–18,4Leicht erhöht
Normalgewicht18,5–24,9Durchschnittlich
Übergewicht (Präadipositas)25,0–29,9Leicht erhöht
Adipositas Grad I30,0–34,9Erhöht
Adipositas Grad II35,0–39,9Stark erhöht
Adipositas Grad III≥ 40,0Sehr stark erhöht

Quelle: WHO — Global Database on Body Mass Index (aktualisiert 2024).

Gesundheitsrisiken nach Gewichtskategorie

Übergewicht (BMI 25–29,9): Erhöhtes Risiko für Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, koronare Herzkrankheit, Schlafapnoe und bestimmte Krebsarten. Bereits eine Gewichtsreduktion von 5–10 % kann das kardiovaskuläre Risiko deutlich senken.

Adipositas I–III (BMI ≥ 30): Deutlich erhöhtes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Typ-2-Diabetes, Gelenkerkrankungen (Arthrose), nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) und bestimmte Krebsarten (Dickdarm, Brust, Bauchspeicheldrüse).

Untergewicht (BMI < 18,5): Erhöhtes Risiko für Osteoporose, Immunschwäche, Mangelernährung, Zyklusstörungen bei Frauen und erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten.

Psychische Gesundheit: Sowohl Über- als auch Untergewicht sind mit einem erhöhten Risiko für Depressionen, Essstörungen und vermindertes Selbstwertgefühl verbunden. Ein ganzheitlicher Ansatz — inklusive psychologischer Unterstützung — ist bei jeder Gewichtsveränderung wichtig.

Wann zum Arzt?

Konsultieren Sie Ihren Hausarzt, wenn Ihr BMI unter 18,5 oder über 30 liegt. Auch bei einem BMI von 25–29,9 ist ein Arztbesuch sinnvoll, wenn gleichzeitig Risikofaktoren vorliegen:

  • • Bluthochdruck (> 140/90 mmHg)
  • • Erhöhter Nüchternblutzucker (> 100 mg/dl)
  • • Familiäre Vorbelastung für Diabetes oder Herzerkrankungen
  • • Bauchumfang > 102 cm (Männer) oder > 88 cm (Frauen)
  • • Erhöhte Blutfettwerte (LDL-Cholesterin, Triglyceride)

Hinweis: Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Diagnose. Die Ergebnisse dienen der Orientierung und sollten mit einem Arzt oder einer qualifizierten Ernährungsberatung besprochen werden.